Für ihr Buch „Glücksorte in und um Esslingen“ hat VFLL-Mitglied Mareike Fröhlich 80 besondere Orte erkundet – immer auf der Suche nach dem kleinen und großen Glück. Dabei hat sie Menschen getroffen, die mit Leidenschaft und Kreativität einzigartige Plätze geschaffen haben, und dabei ihre eigene Heimat noch einmal ganz neu entdeckt. Im Blog berichtet sie über die Entstehung des Buchs und ihre Eindrücke dabei.
Um was für ein Werk handelt es sich?
Es ist ein Glücksführer, ein Reiseführer, bei dem der Fokus auf dem Glück liegt, das man an den Orten finden kann. 80 Orte werden mit je einer Seite Text und einem Foto vorgestellt.
Wie warst du daran beteiligt?
Ich habe gemeinsam mit Daniela Berg das Buch geschrieben. Zudem habe ich einen Großteil der Fotos gemacht.
Wie bist du zu dem Werk oder auf das Thema gekommen?

Cover des Buches „Glücksorte in und um Esslingen“, (c) DROSTE Verlag
Ich durfte für den Verlag schon einmal ein Buch schreiben und habe der Lektorin vom Droste Verlag für die Glücksorte-Reihe den Landkreis Esslingen, der wunderschön ist, vorgeschlagen, da es kaum Werke über die Region gibt. Daraus haben sich zwei Verträge ergeben. „Glücksorte in und um Esslingen“ und „Meine Auszeiten. Stuttgart“.
Nachdem das eine Buch nun erschienen ist und sich das andere in der Herstellung des Verlags befindet, haben wir den Vertrag fürs dritte Buch unterschrieben – „Glückszeiten Stuttgart“ – ein Familienreiseführer.
Wie lange hast du an dem Buch gearbeitet?
Von der Idee bis zum fertigen Buch waren es eineinhalb Jahre.
Gab es spezielle Herausforderungen?
Im Buch „Glücksorte in und um Esslingen“ werden 80 besondere Orte vorstellt. Dani und ich haben zusammen alle Ort besucht und dort nach dem Glück gesucht. Wir haben die Menschen, die hinter den Orten stehen, kennengelernt und interviewt. Das war ziemlich zeitaufwendig.
Was hat besonders Freude gemacht?
Für Dani und mich war es eine Entdeckungsreise in der eigenen Heimat. Denn wenn wir ehrlich sind, dann beschäftigen wir uns mit den Entdeckungen, die wir in fremden Ländern machen können … aber die Schätze vor der eigenen Haustür bleiben meist auf der Strecke. Wir waren ständig auf Reisen und haben tolle Leute kennengelernt, die Großartiges erschaffen haben.
Wie fühlt es sich an, das Werk nun in den Händen zu halten?
Ich denke, es geht vielen Autor*innen so: Man hat das Gefühl, man wird nie fertig. Und dann ist man es plötzlich doch. Erleichterung. Dann dieses Warten. Das Buch in den Schaufenstern zu sehen, daneben Plakate „Meet & Greet“ und unsere Fotos darauf, das ist schon etwas Großartiges.
Gibt es noch etwas, das du uns dazu sagen möchtest?
Trotz der vielen Glücksgefühle ist es harte Arbeit, ein Buch zu schreiben. Viele, viele Stunden, Wochen, Monate gehen ins Land. Das hat wenig mit der Romantik des Schreibens zu tun. Ich würde mir wünschen, dass das „Buch“ und die Menschen, die bei der Entstehung beteiligt sind (wie Lektorat, Buchsatz, Coverdesign, Korrektorat), mehr Wertschätzung erhalten. Soll heißen: Dass die Lesenden den Wert der Arbeit wirklich schätzen.
Interview: Katja Rosenbohm
Korrektorat: Sibylle Schütz
Foto: (c) Mareike Fröhlich
Daniela Berg / Mareike Fröhlich: Glücksorte in und um Esslingen. Fahr hin und werd glücklich. 168 Seiten, Broschur, 16,00 Euro, Droste Verlag, 2025. ISBN 978-3-7700-2591-6
Das Buch beim DROSTE Verlag
Das Buch ist außerdem über den Buchhandel und online z. B. im Autorenwelt-Shop des Uschtrin-Verlags erhältlich.
Mareike Fröhlichs Website und Profil im VFLL-Verzeichnis
Weitere Veröffentlichungen von Mareike Fröhlich
- Glücksorte in Tübingen; Droste Verlag, 2019, ISBN 978-3-7700-2168-0
- Eddy rettet den Wiedehopf, Molino Verlag, 2023, ISBN 978-3-948696-14-65
- Metzger, Mett & Mord, Molino Verlag, 2024, ISBN 978-3-948696-73-3
- Glücksorte in und um Esslingen, Droste Verlag, März 2025, 978-3-7700-2591-6
- Meine Auszeiten. Stuttgart, Droste Verlag, erscheint im Juli 2025
Weitere Blogbeiträge aus dieser Reihe:
„Wir jubelten los und konnten es nicht glauben“ (2024)
„Ich wollte an Beispielen zeigen, wie man das Beste aus einem Text herausholt“ (2024)
„Anleitungsbücher zu schreiben ist für mich eine willkommene Abwechslung zur Lektoratsarbeit“ (2024)
„Es war nie eine Option, ihn in meiner Schublade versauern zu lassen“ (2024)
„Weihnachten, die friedlichste Zeit im Jahr?“ (2024)
„Baden-Baden war im 19. Jahrhundert ein internationaler Hotspot“ (2024)
„Es gab genügend knifflige Fälle“ (2024)
„Ich sollte mich endlich mal hinsetzen und dazu ein Buch schreiben“ (2024)
„Die Lesenden können vom Sofa aus Berlin erkunden“ (2024)
„Es wurde nicht wieder gut“ (2024)